Hoddmímis Holt

Oder: nie mehr kalte Ohren

Hier in Münster ist es auf einmal lausig kalt geworden!

Dem Thermometer nach hat es zwar immernoch 7 Grad, aber wenn ich morgens mit dem Hund gehe pfeift es mir echt um die Ohren. Also hab ich meine Zaubernadeln genommen und hab mir eine richtig schön dicke Mütze gestrickt. 

Dazu habe ich mir Alpaca Chunky von Rowan ausgesucht, da sieht der Faden schon aus als hätte man ihn mit einer Strickliesl gemacht. Und mit 10mm Nadeln strickt sich so eine Mütze recht fix.

Alpacachunky

Alpaca Chunky…chunky ist Programm!

Ganz fix ist das Bündchen fertig

Das Bündchen geht fix

    

Das tolle an dieser Wolle ist: Alpaka ist hammer atmungsaktiv!

Im Land wo die Alpakas wohnen wird es irrwitzig warm, aber eben auch eisig kalt. Also haben die Alpakas ein Fell bekommen das Wind abhält, Feuchtigkeit so gut wie gar nicht aufnimmt, und immer für eine angenehme Körpertemperatur unten drunter sorgt. Ich persönlich liebe Alpaka! 

Im Land wo ich wohne ist es also im Moment kalt. Guuuuut, noch nicht soooo kalt, aber:

Mit dieser Mütze wäre man bereit für einen geradezu apokalyptischen Winter. 

So einen Winter gibt es in der nordischen Mythologie – der Fimbulwinter.

Der Legende nach gehen drei unheimlich kalte Winter ohne Unterbrechung ineinander über und löschen die gesamte Menschheit aus. Die gesamte Menschheit? Nein! 

Lif und Lifthrasir überleben indem sie sich im Wald von Hoddmímis Holt verstecken. Dort ist es warm genug für die beiden um den Dauerwinter zu überstehen – wie in meiner Mütze… also Hoddmímis Holt.

Lif & Lifthrasir (1895) von Lorenz Frøhlich

Lif & Lifthrasir (1895) von Lorenz Frøhlich. In Hoddmímis Holt war es offenbar muckelig warm.

HoddmimisHolt2

Wie ein Baum rankt der Zopf nach oben

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ich habe genau ein Knäuel à 100g auf einem 10mm Nadelspiel verstrickt. Für den Zopf habe ich noch eine Zopfnadel zur Hilfe genommen.

Und endgültig sieht die Mütze dann so aus:

HoddmimisHolt

Eine fix gestrickte Wollmütze für Qualitätsliebhaber – sowohl männliche als auch weibliche. Vielleicht ist Hoddmímis Holt auch ein tolles Geschenk zu Weihnachten?

Wie das ganze funktioniert verrate ich euch auch:

58 Maschen auf Nadelspiel anschlagen & Runde schließen. (Maschenmarkierer am Rundenanfang!)

10 Runden 1R/1L Bündchenmuster

Beginnend mit linker Runde; immer abwechselnd linke und rechte Runden stricken.

Achtung: Die letzten 8 Maschen vor dem Maschenmarkierer werden immer rechts gestrickt – das wird der Zopf!

In der 5. Runde beginnt das eigentliche Zopfmuster und wiederholt sich ab jetzt alle 6 Runden:

2 Maschen auf Zopfnadel und nach vorne legen, nächsten 2 Maschen abstricken, dann Zopfnadel abstricken.

2 Maschen auf Zopfnadel und nach hinten legen, nächsten 2 Maschen abstricken, dann Zopfnadel abstricken.

In der 26. Runde nach dem Bündchen fängst du mit den Abnahmen an und strickst jede 4. Masche zwei Maschen zusammen. Lass den Zopf erstmal aus.

Wenn nur noch der Zopf übrig ist strickst du immer zwei zusammen und nähst dann mit einer Wollnadel oben die Mütze zusammen.

Den Bausatz zur Mütze gibt es hier

Viel Spaß beim nachstricken!

 

Fia