Willkommen zurück.

Im Juni und Juli habe ich eine zuerst unbeabsichtigte, dann bemerkte und bewusst genossene Pause gemacht. Natürlich habe ich weiter gestrickt, aber neben Job, Renovierung, Sommer & viel Autobahn (und Autopannen 🙁 ) war einfach keine Energie um sinnvolle Texte zu schreiben.

Aber nicht nur ich bin zurück, sondern ich habe etwas mitgebracht:

Die Babygarderobe

Der Neffe ist endgültig aus den ersten Wollsachen rausgewachsen, und so habe ich eine Ladung Klamotten wiederbekommen.

Vielleicht klingt es auf den ersten Blick egoistisch, aber ich habe ausdrücklich nur die Babydecke geschenkt, alles andere war nur geliehen. So schnell sich so kleine Sachen stricken, ich sehe nicht ein mir so viel Arbeit zu machen, damit nur ein kleiner Mensch darin wachsen kann. Stattdessen haben wir von Anfang an abgemacht, dass es eine ganze Sammlung an Mini-Maschen geben soll, die an jedes neue Kind in der Familie weiter gegeben wird. Immer nach dem Rauswachsen gehen die Sachen dafür zurück zur Lieblings- / einzigen Tante, die pflegt / bereitet auf / verwaltet bis es dem nächsten Junior passt. So gibt es dann auch wirklich ganze Outfits, und nicht nur mal ein Paar Socken zum Geburtstag, denn ich kann die Ergebnisse meiner Strickzeit streuen. Ökonomisch gesehen verlängere ich die Nutzungsdauer, und damit sozusagen die Abschreibungsperiode, von jedem kleinen Klamöttchen. Statt ein paar Wochen bis Monate, bekommt jedes Strickstück eine Nutzungsdauer mal x, und ich ergaunere mir direkt x-fache Dankbarkeit, je nachdem wie viele kleine Wiikinger da noch so kommen 😉
Die Idee stammt übrigens von der Neffen-Mama, und ich finde sie richtig gut.

Sharing is caring

Wenn man so etwas vorhat, muss man natürlich darauf achten, dass die Klamotten auch über die eine möglichst lange Nutzungsdauer halten und gut aussehen. Außerdem versuche ich wirklich nur zu stricken, was auch garantiert zum intensiven Einsatz kommt, mit der Zukunft im Blick auch “genderneutral”.
Dass meine Stricksachen für den Neffen nicht nur dankbar angenommen, sondern auch aktiv erbeten wurden, halte ich mal für ein Zeichen, dass mir eine Balance aus schön, nicht zu warm, nicht zu kalt, bequem und pflegeleicht gut gelungen ist.

Und weil ich immer wieder höre, dass Babystrick nicht überall so begeistert angenommen wird, ist mein Thema für den August:

Stricken für Kinder – jetzt läuft’s!

Im Laufe der nächsten Wochen teile ich mit dir einige Tricks und Kniffe, sowie typische Fallstricke, die du bei gestrickten Sachen für’s kleine Menschen beachten kannst. Dabei sind auch einige Erkenntnisse, die ich erst seit der Testphase am lebenden Objekt gewonnen habe 🙂 Vieles habe ich aber richtig professionell gelernt, als ich im Category Management Kids bei einem großen Onlinehändler war.

Die zurückgekehrten Teile sind für diese Zwecke optimale Anschauungsmaterialien, denn ich kann dir gut zeigen, welche Spuren – teilweise intensive – Nutzung hinterlässt, wie man sie bei Bedarf entfernt, und hoffentlich wie man sie von vornherein minimiert. Das ganze werden quasi mehrere Stricksprechstunden anhand von “alten” Minimaschen…

Und auch wenn du selten bis gar nicht für Babies strickst, im besten Fall sind Erwachsene ja auch nur große Kinder, und du bist sicher nicht traurig wenn deine (verschenkten) Stricksachen länger schön bleiben? Dazu gehört zum Beispiel den Nicht-Strickern, (Muggeln), die richtige Wollpflege näher zu bringen.

Falls du zu einem bestimmten Thema Fragen hast, gehe ich gerne darauf ein, du kannst sie mir am besten als Kommentar unter diesem Beitrag stellen.