Nach zwei ungeplanten Pausensamstagen soll es heute wieder ordentlich zugehen:

Es geht um die Kofte.

Nein, das ist nichts zu essen, das wären Köfte, aus Fleisch und aus der Türkei.
Die Kofte besteht aus Wolle und kommt aus Norwegen.
Und sie erfreut sich in ihrem Heimatland einer unglaublichen Beliebtheit.

Was denn nun eine Kofte ist?

Ihr kennt doch bestimmt alle diese Norwegerpullis, große kastige Wollpullis mit traditionellen Mustern, gern von Dale? Solche die bei Winterolympiaden immer von den norwegischen Athleten getragen werden? Das sind Kofter.

Oder zumindest sind das auch Kofter. Denn in den letzten Jahren hat sich da einiges getan. Statt eckig, kantig und fest gibt es jetzt weichere, femininere Ausgaben aus kuscheliger Wolle. Meistens als Strickjacke. Und anstatt als Wintersportoutfit taugt die Kofte heute sogar für die Oper! Im Ernst – als wir im Dezember in Oslo in der Oper waren hatten mehr Frauen eine Kofte an als nicht. Total irre!

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Und nicht nur die Fans der Zauberflöte sind von Koften begeistert. Es scheint ganz Norwegen ist im Fieber. Und nicht nur Norwegen: Bei Ravelry ergibt das Stichwort ‚kofte‘ 182 Ergebnisse.

Auch bei den Strickbüchern zeigt sich die neue Liebe für die gute Tradition, und daher möchte ich euch in den nächsten Wochen die drei Bücher oben im Bild vorstellen. 42 norske Kofter, Kofteboken & Kofteboken 2 waren in den letzten Jahren wahre Kassenschlager, und auch wenn es sie (bisher) nur auf norwegisch gibt sind sie absolut sehenswert.

Und vielleicht könnt ihr mir am Ende sagen welche Kofte ich stricken sollte – ich schulde meiner Mutter noch eine… denn sie hat mir ihre alte überlassen 🙂