Immer wieder samstags…kommt das schlechte Gewissen.

Es ist im Moment so viel zu tun, an allen Fronten. Nicht mal zum stricken komm ich so richtig. Also so richtig, richtig. Zum bloggen halt auch nicht, weil ich es nie schaffe tagsüber die Fotos zu schießen. Es ist ein Elend.

Also gut, es ist kein Elend. Das wäre übertrieben. Denn es macht mir ja alles total Spaß. Und dass ich hier gestern so gebannt am Rechner saß und Muster bearbeitet habe, das ist nun wirklich das Gegenteil von Elend. So konzentriert war ich am Werke, dass ich total die Zeit vergessen habe. Auf einmal war es dunkel und ich hatte keine Bilder für den Blog gemacht. Dabei stand das ganz groß auf meiner to-Do Liste…vermaledeite frühe Dunkelheit in diesen Tagen 🙂

Naja, aber anstelle von Blogfotos gibt es halt ein neues Muster. Und zwar haben sich beim letzten Mal auf meinen Testaufruf für die bunten Handschuhe ein paar fleißige Strickerinnen gemeldet. Und mit den hilfreichen Hinweisen konnte ich dann das Muster auch guten Gewissens bei Ravelry reinstellen. Dafür einen lieben Dank!

katharinas fargerik

Katharina @katharinaknits hat eine dunkle Variante gestrickt. Link zu ihrem Blog im Bild

Das Muster hat jetzt einen norwegischen Namen bekommen: Fargerik – Farbenfroh. Denn die Form ist traditionell norwegisch. Also ein Thema für den Samstag:

Bevor ich selbst angefangen habe Muster zu schreiben habe ich mir kein Bild davon machen können was eigentlich dahinter steckt. Als einigermaßen kreativer Mensch mit gewissen Computer-Skillz stellte ich mir das so vor:

Eingebung.
Umsetzung.
Tippen
Fertig!

Ja, also… wie soll ich sagen… das stimmt so nicht ganz. Die Eingebung nehmen wir mal als gegeben (und glaub mir, die kommt auch nicht auf Bestellung). Die Umsetzung ist auch noch recht klar. Aber dann.

Mit Tippen & Fertig ist echt nicht. Denn das was ich unterbewusst im Umsetzungsschritt mache, das muss ich auch erstmal a) richtig erinnern und b) für andere verständlich erklären. Also habe ich mir immerhin schonmal angewöhnt Notizen zu machen wenn ich was neues ausprobiere. Hilfreich, aber auch noch lange kein verständliches Muster (vor allem da meine Sauklaue eigentlich den Beruf des Arztes vermuten lässt).

fieldbag3

Und da kommen die Testerinnen ins Spiel. Wenn ich meine Notizen abgetippt habe gebe ich sie gerne an Carina. Die hat Adleraugen und sieht sofort wo ich Fehler im Chart habe oder wo Zahlen nicht aufgehen. Dass sie das dann auch noch total verlässlich macht – der Wahnsinn! Carina, du bist meine Miss-Muster-Marple, und dafür danke ich dir!!!

Sobald Carina’s mentaler Test durch ist kann ich dann den nächsten Schritt gehen und die Notizen an experimentierfreudige Damen schicken. Und mit deren Hinweisen und Kommentaren gewappnet kann ich mich dann hinsetzen und die Worte um meine Idee finden.

carnavalmitten

Bei einem Tuch oder Kleinkram ist es mit den Worten dann ja getan. Tippen und das Dokument ein wenig schön gestalten. Fast alle meiner Muster sind so aufgebaut, dass man mit mehr oder weniger Wiederholungen die Größe des fertigen Teils beeinflussen kann – Fargerik übrigens auch.

lamana_06_25s

Etwas komplizierter war da der Entwurf für den Pullover im Lamana Magazin. Denn da wollen Kleidergrößen bedacht sein. Und dafür braucht man ein paar Mathegrundkenntnisse. Nix dramatisches, mit einer Maschenprobe, einer Maßtabelle und dem Dreisatz kommt man meist hin, aber tun muss man es trotzdem.

Im Moment befinde ich mich an genau diesem Punkt für ein großes Projekt, das auch irgendwann ein optimales Samstagsthema wird. Noch geheim, aber du weisst ja… immer wieder samstags 🙂

PS: Diese Woche hat Carina noch ein Muster für mich begutachtet und korrigiert. (Sie ist wirklich ein Schatz!) Falls du Lust hast den Nachfolger von Dimasq zu testen, sag doch Bescheid!

Du solltest das zweifarbige stricken in Runden, und Zunahmen beherrschen, außerdem feste Maschen häkeln können, und den Mut haben unter Anleitung in den Gestrick zu schneiden – also steeken.