Wie du vielleicht schon mitbekommen hast, bin ich viel unterwegs – sowohl beruflich, als auch privat. In gefühlt immer häufigeren Abständen packe ich meinen Koffer und schlage an verschiedenen Orten meine Zelte auf (zum Glück nicht wirklich Zelte, das wäre dann doch zu heftig).

Als “Knitter with a capital K” muss jedes Mal auch eine ganze Menge Strickzeug mit. Also klar, mindestens ein Projekt – aber sein wir mal ehrlich, das reicht niemals – Werkzeug, Anleitungen, und…und…und. Außerdem überkommt mich jedes Mal rechtzeitig vor Abfahrt der Wahnsinn und ich bilde mir ein in den nächsten Tagen ein übermenschliches Stricktempo zu entwickeln und auf einmal am Zielort mit leeren Nadeln zu versauern. Und so packe ich ein Vorsichtsprojekt zusätzlich ein. Und noch ein Knäuel Sockenwolle – nur für den Fall. Außerdem ein DK Knäuel, damit kann man doch immer mal schnell was für den Lütten zaubern und den Stash reduzieren.

Und auf einmal geht der Koffer nicht mehr zu.

Vor Ort entdecke ich wahrscheinlich noch einen tollen Garnshop, stehe sabbernd vor Regalen und will Souveniergarne kaufen, weiß aber dass mein Koffer nicht über Nacht zu veritablem Überseegepäck wächst.

Geht dir das auch so?

Dann kommt hier ein ganz simpler Entscheidungshelfer für die nahende Ferienzeit:

Für mein privates Hin- und Her habe ich inzwischen schon ein wenig Stash umgezogen, so dass ich für Berlin – Münster eigentlich nur noch ein Unterwegsprojekt einpacke. Dabei ist viel wichtiger, dass ich an beiden Orten das passende Werkzeug dabei habe. Meine Nadeln sind also mehr unterwegs als meine Wolle. Und damit ich immer die passende Stärke und Länge dabei habe, trage ich inzwischen nur noch ein Etui mit meinen HiyaHiya Nadeln herum (Sharps mit 4″ Spitze, außerdem ein Sockenset für die wirklich dünnen Stärken), und dazu mein Tripbook.

Im Tripbook sind viele durchsichtige Schubfächer in die meine Sockenwunder und Nadelspiele perfekt passen. Außerdem ist ein Nadelmaß und mein Maschenprobenrahmen, Maßband, Markierer, Vernähnadel, Sicherheitsnadeln, eine kleine Schere sowie mein Notizheft gebündelt, bruch- und knicksicher verstaut. Denn Ersatz für ein vergessenes Garnknäuel habe ich bisher noch überall gefunden, für meine Lieblingsnadeln ist das viel schwieriger.

Für alle Reisen abseits der gewohnten Strecke habe ich mir dann noch eine kleine Checkliste für’s Packen gebastelt:

Beim nächsten Mal erzähle ich dir dann im Rahmen einer Stricksprechstunde, wie ich meine Anleitungen mitnehme.